Welpenkurs
Ich erinnere mich an den Beginn der Welpenschule noch ganz genau. 1993 war es, bei Kursbeginn in BGH (geleitet von Lui und Kitzmantel Kurt) kam es regelmäßig zu Raufereien unter den Hunden, weil diese nicht sozialisiert, bzw. der Hundeführer in dieser Situation hilf-, und ahnungslos gewesen ist. Meine Idee war, durch Welpenspieltage die Sozialisierung der Hunde untereinander zu ermöglichen und gleichzeitig den Besitzern mehr Wissen und Verstehen über den Hund beizubringen. Alois Büchsner, der damalige Obmann gab mir freie Hand dabei und somit war die Welpenschule geboren. Angefangen habe ich mit 5-6 Hunden. Es wurden aber laufend mehr, teils durch Mundpropaganda sowie durch Berichte der SVÖ Redaktion, die unsere Idee ebenfalls gut fand! Die Erfolge stellten sich recht bald ein, kein Raufen mehr bei Kursbeginn in der BGH. Schon bald konnte ich auf Grund des großen Andrangs den Kurs nicht mehr alleine bewältigen denn 15 – 20 Hunde pro Kurs waren keine Seltenheit. Verschiedene Helfer (Walkner Erko, Altenberger Ingrid, Viertbauer Werner usw.) halfen mit. Natürlich war die ideale Besetzung spätestens mit Silvia Hamminger gefunden. Inzwischen wird nicht nur eine starke Hundeführer – Hund Beziehung aufgebaut, sondern eine komplette
Vorbereitung auf die Begleithundekurse. Übergangsweise (vom Welpen-, zum BGH-Kurs) bieten wir Junghundekurse an. An erster Stelle im Welpenkurs ist der Bindungsaufbau zum Führer, also Hereinrufen des Hundes mittels (triebfördernder) Lockmittel (Futter oder Balli) entscheidend. Diese Übung beginnt am ersten Tag und zieht sich den ganzen Kurs mit Wiederholungen durch. Übungen wie Hindernisse überwinden, Tunnel durchlaufen, Slalom gehen, spielerisches Begehen eines Gitterrostes gehören ebenso dazu, wie das richtige Hochheben des Hundes. Nach jeder Übung gibt es zur Belohnung das Spielen der Hunde untereinander, damit die rassespezifischen Unterschiede kennengelernt werden können. Bei uns wird jeder Hund gleich behandelt, egal ob Rottweiler, Malteser, Wolfshund, Schäferhund oder Terrier. Unser Bestreben ist es, den Hundeführer mit seinem Hund auf alle Situationen im Alltag vorzubereiten. Dazu gehört auch ein Tag mit Behinderten, welchen wir bereits seit ca. 10 Jahren regelmäßig durchführen. Ebenfalls wird das Verhalten bei einem Schuss trainiert, denn auch das soll unter Anleitung erfolgen, damit der Hundeführer richtig auf solche Situationen reagieren kann und beim Hund keine Panik entsteht. Die praktischen Übungen werden im Kurs laufend erweitert. Unser Motto ist es dem Hund das zu vermitteln und lernen, was unter Ausnützung „seiner Triebe“ spielerisch, auch durch eigene Sicherheit und Stärke, sowie liebevolle Bindung (Folgsamkeit, Gehorsam) lustvoll verständlich zu machen. Verfasser: Manfred Straßgschwandtner.