Welpenkurs
Reinhard Nöst mit Balu

Welpenkursleiter

Lernen über positive Verstärkung – was ist das?

Hunde können nur lernen, wenn es ihnen emotional gutgeht. Dieses Lernen passiert dann durch positive Verstärkung und die verwendeten Verstärker. Diese Verstärker sind nicht nur Futter. Auch Spiel, gemeinsame Aktivitäten oder sonstige schöne Dinge, die der Hund gerne macht, gehören dazu. All diese Verstärker räumen wir in unsere Werkzeugkiste. Unsere Werkzeugkiste wird dann unsere TOP20-Belohnungsliste. Unsere Trainingsmethoden basieren alle ausschließlich auf positiver Verstärkung und den Verstärkern aus dieser TOP20-Belohnungsliste . Der Welpe lernt von Beginn an, dass er verstärkt und belohnt wird, wenn uns sein Verhalten gefällt. Ist das nicht der Fall, wird er frühzeitig vorher verstärkt oder kontrolliert unterbrochen und umgelenkt aber keinesfalls aversiv bestraft. Falls sich unerwünschtes Verhalten ankündigt, verstärken wir rechtzeitig vorher das noch erwünschte Verhalten und lassen das unerwünschte Verhalten gar nicht erst auftreten. Tritt dennoch unerwünschtes Verhalten ein, brechen wir dieses mit einem positiv aufgebauten Verhaltensunterbrecher ab und bieten ihm ein erlerntes, emotional gut aufgebautes Alternativverhalten an, welches der Hund gerne ausführt. Somit lernt unser Hund, dass es sich für ihn lohnt erwünschtes Verhalten zu zeigen und kein unerwünschtes.

Bindungsaufbau – der Klebstoff zwischen Mensch und Hund!

Die Bindung zu unseren Hunden ist ein wichtiges Kriterium, um gemeinsam in unserer Umwelt klarzukommen. Schon in der Welpenzeit bauen wir eine enge Bindung zu unserem Hund auf, wenn wir die Möglichkeit dazu haben. Wir erleben viele gemeinsame schöne Dinge und bauen Vertrauen zueinander auf. Unser „Kleiner“ kann sich auf uns verlassen und wir auf ihn. Der Welpe wird „fit fürs Leben“ und „fit für unsere Umwelt“.

Ausdrucksverhalten und Körpersprache – wann greifen wir ein?

Durch den Kontakt mit anderen Hunden lernt der Hund über seine Körpersprache und sein Ausdrucksverhalten seine Grenzen kennen. Der Welpe übt seine Körpersprache richtig einzusetzen und wie er mit anderen Hunden gut auskommt. Erste Erfahrungen mit anderen Hunden zeigen ihm, dass Respekt haben und sich zurückziehen auch zum Leben dazugehört. Demgegenüber lernt er, dass er sich manchmal durchsetzen muss. Für die Bezugsperson ist es in diesem Kontext wichtig, die Hunde genau zu beobachten, ihr Verhalten richtig zu interpretieren und in der aktuellen Situation richtig zu reagieren. Zuschauen und wenn notwendig Eingreifen. Unser gemeinsames Training stärkt das Selbstbewusstsein von Hund und Mensch. Hundebegegnungen gehen dann sicherer und entspannter über die Bühne.

Gemeinsam „Pferde stehlen“

Wir begleiten unseren Welpen auf dem Weg zum Erwachsenwerden und dürfen miterleben, wie aus ihm ein selbstsicherer, freundlicher, fröhlicher und gut erzogener Familienhund wird, mit dem wir „Pferde stehlen“ können.

Kursumfang:

11 Gruppenstunden à 1 Stunde o 1 Stunde Theorie/Einführung zu Beginn o 10 Stunden Gruppentraining max. 4 – 6 Hunde pro Kurs

Kursteilnehmer:

Hunde ab 8 Wochen bis 6 Monate

Kursziele:

Sozialisierung, Bindungsaufbau, Grundkommandos, Umwelt kennenlernen, sicherer Rückruf Positive Verstärkung, Markersignale (Clicker), Körpersprache, erwünschtes und unerwünschtes Verhalten, Bindung mit dem Hund aufbauen und verstärken

Kursinhalte:

Theorievortrag Welpenkurs Aufbau und Verwendung eines Markersignals (zB Clicker) Positive Belohnung aufbauen und einsetzen Aufbau eines sicheren Rückrufes Abbruchsignale lernen und einsetzen Mit der Impulskontrolle beim Hund richtig umgehen Leinenführigkeit (Fuß, lockere Leine) lernen und einsetzen Grundkommandos (Sitz, Platz, Steh, Bleib, Komm) lernen und einsetzen Freigabekommandos lernen und einsetzen Trainingsspaziergang mit anderen Hunden Hundebegegnungen trainieren Entspannungstraining richtig einsetzen Tierarzttraining – Medical Training üben Tricktraining vorstellen Maulkorbtraining Giftködertraining Deckentraining Geräteübungen (A-Wand, Wackelbrett, Tunnel, Pylonen, Steg, Stange) Untergrundübungen (Gitter, Plastik, Holz) Spielen mit dem Hund lernen und einsetzen Spielen der Hunde untereinander beurteilen und gezielt eingreifen Ausdrucksverhalten der Hunde besser verstehen und einschätzen *) Änderungen im Kursumfang vorbehalten