Fährtenarbeit
Du kannst eine Fährte in unterschiedlichem Gelände gehen, entweder auf einer Wiese - wie bei uns üblich - oder auf einem Acker. Was benötigst Du für eine Fährte: festes Schuhwerk mit grobem Profil einen Abgangsstock eine 10m lange Leine Gegenstände Die Gegenstände sollten aus verschiedenen Materialien bestehen und gut verwittert sein. Verwittert bedeutet, dass der Hundeführer die Gegenstände ca. 1 Stunde in der Hosentasche einstecken soll, damit sie seinen Geruch annehmen. Als Materialien kommen in Frage: Holz, Leder oder auch Textilien (Stoff) Die Gegenstände sollten 10cm lang, 2 - 3cm breit und 0,5 - 1 cm dick sein.
Wie legst Du eine Fährte? Es ist sehr wichtig, wo, wann und wie eine Fährte gelegt wird. Nur so können wir den Hund richtig loben und auch korrigieren. Der Hund erkennt die Fährte durch den Individualgeruch des Hundeführers (Schuhe, Hautschuppen) und die Bodenverletzung (Fäulnisbildung durch zertretenes Gras). Die Geruchsintensität nimmt die ersten 30 Minuten zu und danach wieder ab. Je länger die Fährte liegt, desto mehr baut sich der Geruch wieder ab.
Die Länge der Fährte (in Schritten gemessen), die Liegezeit, die Anzahl der Schenkel, Winkel und Gegenstände richtet sich nach der jeweiligen Prüfungsstufe. Bei den Prüfungsstufen gibt es die ÖPO 1, ÖPO 2, ÖPO 3 und die FH 1, FH 2, FH 3. Beispiel ÖPO 1: Die ÖPO 1 ist eine Eigenfährte,die mindestens 300 Schritte, 3 Schenkel, 2 Winkel (90°), 2 Gegenstände und eine Liegezeit von 20 Minuten haben sollte. Der letzte Gegenstand ist immer am Ende der Fährte zu legen. Beispiel FH 3; Die FH 3 ist eine Fremdfährte, die mindestens 1800 Schritte, 8 Schenkel, 5 Winkel (90°), 2 spitze Winkel (30 - 60°) und 7 Gegenstände und eine Liegezeit von 3 Stunden haben sollte Zwischen OPÖ 1 bis ÖPO 3 und FH 1 bis FH 3 steigern sind entsprechend die Anforderungen. Die genauen Anforderungen können in der OPÖ Prüfungsordnung nachgelesen werden.